—Diese Arbeit ist der Versuch die isolierten und unzugänglichen Wohnräume Borschemichs, eines der Dörfer, dass dem Tagebauprojekt Garzweiler 2 zum Opfer gefallen ist in einen neuen und begehbaren Kontext zu stellen und zu konservieren. Auch wenn die Positionen auf Grund der Geschichte des Ortes dieselben sind, so sind die Stimmungen und Assoziationen in Bezug zu den jeweiligen Räumen doch persönlich geprägt. Diese subjektiv konnotierte Bildervielfalt soll objektiv betrachtet und gestalterisch ausgearbeitet werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Aspekten der Vergänglichkeit, der Beklommenheit und der vermeintlichen Sicherheit des Wohnraums.

—Die Videoinstallation besteht aus drei Wänden, jeweils 2,10m hoch und 3,60m breit.
U-förmig angeordnet und von der Rückseite aus mit Projektoren bespielt, soll eine Raum in Raum Situation generiert werden, um den Rezipienten so nah wie möglich an die Situation in Borschemich, repräsentiert durch das Haus auf der Immerrather Straße 49 heranzuführen.

—Akustisch wird die Installation zum Einen durch die Raumgeräusche der verschiedenen Räume untermalt, zum Anderen wurde mit klanglichen Analogien zum Gesehenen gearbeitet. Beinhaltet eine der gefilmten Szenen ein Objekt, wird diese zusätzlich durch Töne untermalt, die sich assoziativ auf das Objekt beziehen.

—In Zusammenarbeit mit Jana Jantzen und Ina Rottstegge.