—Die Schliere besitzt —abhängig von der eingesetzten Wärmequelle— eine visuelle Bandbreite, die mit der reinen, bewegten Form innerhalb der Installation nicht darzustellen ist. Das Moment des Konservierens in der statischen Fotographie galt es deshalb ebenso festzuhalten. Hier fällt die Entscheidung also auf eine Schlierensymphonie in Form eines Bildbandes, welcher die Varianz ausgesuchter thermaler Ausdrucksformen dokumentiert. Verschiedenste Wärmequellen kamen in Experimenten zum Einsatz; von einem Feuerzeug, über mehrere Feuerzeuge und Gas, bis hin zu Heißluftgebläsen wurden alle Darstellungen hinsichtlich einer intentionalen Gestalt —im Rahmen der Kontrollierbarkeit— komponiert. Ebenso bedienen sich die Schlierenbilder innerhalb des Bildbands der gesamten Bandbreite des Abschattungsspektrums.

—Innerhalb der Thesis zu unserer Bachelorarbeit setzten wir uns wissenschaftlich —sowohl im Breich der optischen Physik, wie auch in der Gestaltungstheorie— mit der Visualität der Schlierenfotografie, der Sichtbarkeit und der Unsichtbarkeit, dem physikalischen Aufbau der Schlierenfotografie und unserer gestalterischen Intention auseinander.

—In Zusammenarbeit mit Björn Jeske.